Quittenbrot Rezept: einfach selber machen
Praktisch getestet: Zutatenmengen, Zubereitung, Garzeit und Portionen wurden von der Alltagsteller Redaktion geprüft. So testen wir unsere Rezepte.
Quittenbrot selber machen mit wenigen Zutaten: fruchtig, fest und nicht klebrig. Mit Tipps zum Einkochen, Trocknen und Aufbewahren.

Quittenbrot hat mit klassischem Brot nichts zu tun. Es ist ein festes, fruchtiges Konfekt aus eingekochtem Quittenmus und Zucker, das nach dem Trocknen in kleine Quadrate, Rauten oder Streifen geschnitten wird.
Das Rezept eignet sich besonders gut, wenn du im Herbst viele Quitten verarbeiten möchtest. Entscheidend sind das genaue Wiegen des Pürees, ausreichend langes Einkochen und Geduld beim Trocknen.
Für einen streichfähigen Vorrat aus dem Saft probiere unser Quittengelee-Rezept .
Noch eine fruchtige Möglichkeit ist die Quittenmarmelade .
Eine weitere herbstliche Idee sind Maronen aus dem Backofen .
So einfach geht’s.
- 01
Quitten säubern
Den feinen Flaum mit einem sauberen Küchentuch gründlich abreiben und die Früchte anschließend waschen.
- 02
Quitten schneiden
Die Früchte vierteln, Stiel und Kerngehäuse entfernen und die Viertel in kleinere Stücke schneiden. Die Schale kann dranbleiben.

Den Flaum abreiben, die Quitten waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. - 03
Weich kochen
Quittenstücke in einen großen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken, aufkochen und bei mittlerer Hitze 30–40 Minuten garen, bis sie sich leicht zerdrücken lassen. Wasser abgießen und kurz ausdampfen lassen.
- 04
Pürieren und wiegen
Die weich gekochten Quitten sehr fein pürieren und das fertige Püree genau wiegen. Das Gewicht bestimmt die benötigte Zuckermenge.

Das weich gekochte Fruchtfleisch sehr fein pürieren und anschließend genau wiegen. - 05
Zucker einrühren
Das Püree mit der gleichen Menge Zucker und 1–2 EL Zitronensaft bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Regelmäßig rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
- 06
Sehr dick einkochen
Die Masse 30–45 Minuten unter häufigem Rühren einkochen. Sie ist bereit, wenn sie sehr dick ist, deutliche Spuren hinterlässt und eine über den Topfboden gezogene Spur nicht sofort wieder zusammenläuft. Vorsicht: Die heiße Masse kann spritzen.

Die Masse ist bereit, wenn eine gezogene Spur nicht sofort wieder zusammenläuft. - 07
Auf dem Blech verteilen
Ein Backblech oder eine rechteckige Form mit Backpapier auslegen. Die heiße Masse vorsichtig etwa 1–1,5 cm dick darauf verstreichen.
- 08
Trocknen lassen
Bei Raumtemperatur etwa 2–4 Tage trocknen, bis Oberfläche und Unterseite fest und trocken sind. Eine noch feuchte Unterseite vorsichtig wenden und weiter trocknen lassen.

Die heiße Masse gleichmäßig 1–1,5 Zentimeter dick auf Backpapier verstreichen. - 09
Schneiden und fertigstellen
Das feste Quittenbrot vom Backpapier lösen und mit einem scharfen, bei Bedarf leicht geölten Messer in kleine Stücke schneiden. Nach Wunsch in Zucker, Kokosraspeln oder gemahlenen Mandeln wälzen.
Je stärker du das Quittenpüree bereits im Topf einkochst, desto kürzer fällt anschließend die Trockenzeit aus.
Merke dir das Rezept für später.
Auf Pinterest merkenDie kleinen Details.
Diese Hinweise helfen bei Zutaten, Konsistenz und Vorbereitung.
Worauf es bei den Zutaten ankommt
- Zuckermenge
- Die Menge wird erst nach dem Pürieren bestimmt. Für 700 g Quittenpüree verwendest du etwa 700 g Zucker. Das klassische Verhältnis von ungefähr 1:1 hilft beim Festwerden und bei der Haltbarkeit.
- Apfel- oder Birnenquitten
- Beide Sorten eignen sich. Verwende reife, aromatische Früchte ohne faule oder stark beschädigte Stellen.
- Schale
- Der feine Flaum wird vor dem Waschen gründlich abgerieben. Die Schale kann anschließend am Fruchtfleisch bleiben.
- Zum Wälzen
- Zucker ist klassisch, aber optional. Kokosraspeln oder fein gemahlene Mandeln sind ebenfalls möglich.
So gelingt es
- Ausreichend einkochen
- Je weniger Wasser noch im Püree steckt, desto schneller trocknet das Quittenbrot und desto weniger klebrig bleibt es.
- Nicht zu dick verstreichen
- Eine Schicht von etwa 1–1,5 cm trocknet deutlich schneller und gleichmäßiger als eine sehr dicke Lage.
- Genug Trockenzeit
- Je nach Raumklima kann die Masse länger als vier Tage brauchen. Nicht zu früh schneiden oder in Zucker wälzen.
- Backofen als Alternative
- Für schnelleres Trocknen mehrere Stunden bei 70–80 °C mit leicht geöffneter Backofentür trocknen. Regelmäßig kontrollieren, damit die Masse nicht karamellisiert.
Varianten
- In Zucker gewälzt
- Die vollständig getrockneten Stücke in feinem Zucker wenden. Restfeuchtigkeit würde den Zucker wieder auflösen.
- Mit Kokos
- Die geschnittenen Stücke statt in Zucker in Kokosraspeln wälzen.
- Mit Mandeln
- Fein gemahlene Mandeln bilden eine weniger süße Hülle und passen gut zum kräftigen Quittenaroma.
- Zu Käse
- Das fruchtig-süße Konfekt als kleinen Kontrast zu kräftigem Hartkäse servieren.
Aufbewahren
Vollständig getrocknetes Quittenbrot in einer gut schließenden Dose kühl und trocken lagern und mehrere Schichten mit Backpapier trennen. So hält es gewöhnlich mehrere Wochen. Bei Restfeuchtigkeit können die Stücke wieder klebrig werden. Einfrieren ist möglich; dafür portionsweise mit Backpapier trennen und luftdicht verpacken.
Allgemeine Hinweise zur sicheren Lagerung: Bundeszentrum für Ernährung ↗
Gut zu wissen.
Was ist Quittenbrot?
Quittenbrot ist ein festes Fruchtkonfekt aus eingekochtem Quittenpüree und Zucker. Es wird getrocknet und anschließend in kleine Stücke geschnitten.
Warum heißt es Quittenbrot?
Der Name ist traditionell, obwohl es kein Brot im klassischen Sinn ist. Die feste Fruchtmasse wird in Scheiben oder Stücke geschnitten.
Wie lange muss Quittenbrot trocknen?
Bei Raumtemperatur meistens etwa zwei bis vier Tage. Je nach Dicke und Luftfeuchtigkeit kann es länger dauern.
Warum bleibt Quittenbrot klebrig?
Die Masse wurde möglicherweise nicht lange genug eingekocht, zu dick ausgestrichen oder noch nicht lange genug getrocknet.
Muss Quittenbrot in Zucker gewälzt werden?
Nein. Es kann pur gegessen oder beispielsweise in Kokosraspeln oder gemahlenen Mandeln gewälzt werden.
Wie lange hält Quittenbrot?
Gut getrocknet und kühl gelagert mehrere Wochen. Wichtig ist, dass möglichst wenig Restfeuchtigkeit vorhanden ist.


