Weckmann Rezept: fluffiger Hefeteig für St. Martin
Praktisch getestet: Zutatenmengen, Zubereitung, Garzeit und Portionen wurden von der Alltagsteller Redaktion geprüft. So testen wir unsere Rezepte.
Dieses Weckmann Rezept wird mit einem weichen Hefeteig gebacken und bleibt schön fluffig. Mit Tipps für Form, Gehzeit und goldbraune Oberfläche.

Ein Weckmann gehört für viele rund um St. Martin einfach dazu. Das süße Hefegebäck wird aus einem weichen, leicht süßen Teig geformt und traditionell mit Rosinen verziert.
Je nach Region heißt die Figur auch Stutenkerl, Martinsmann oder Martinsweck. Entscheidend ist ein weicher, elastischer Hefeteig: Verwende nicht unnötig viel Mehl und gib ihm genügend Zeit zum Gehen, damit das Gebäck fluffig statt trocken wird.
Noch ein weiches Hefegebäck sind unsere fluffigen Zimtschnecken .
Für die Adventszeit passt außerdem das weiche Lebkuchen-Rezept .
Ein warmes saisonales Dessert ist der Bratapfel mit Marzipan .
So einfach geht’s.
- 01
Hefe aktivieren
Lauwarme Milch mit Zucker und Hefe verrühren und 5–10 Minuten stehen lassen.
- 02
Zutaten vermischen
Mehl, Ei, weiche Butter, Salz und Vanille in eine Schüssel geben. Hefemilch dazugießen.

Lauwarme Milch, Hefe, Mehl, Butter und Ei bilden die Grundlage für den weichen Teig. - 03
Teig gründlich kneten
Mit Knethaken 8–10 Minuten zu einem weichen, glatten und elastischen Teig kneten. Er darf minimal klebrig bleiben; nicht sofort weiteres Mehl einarbeiten.
- 04
Erste Gehzeit
Teig zur Kugel formen, abgedeckt an einem warmen Ort 60–90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Nach der ersten Gehzeit soll sich das Teigvolumen deutlich vergrößert haben. - 05
Figuren formen
Teig nur kurz zusammenfalten und in sechs Portionen teilen. Jede Portion zu einer länglichen Rolle formen und oben einen Kopf abteilen oder eine kleine Kugel ansetzen.
- 06
Arme, Beine und Gesicht gestalten
Unten mittig einen Schnitt für die Beine und seitlich kurze Schnitte für die Arme setzen. Rosinen als Augen und Knöpfe gut eindrücken.

Arme und Beine einschneiden und Rosinen gut in den Teig drücken. - 07
Zweite Gehzeit und Bestreichen
Figuren abgedeckt 20–30 Minuten gehen lassen. Eigelb mit Milch verrühren, vorsichtig aufstreichen und optional Hagelzucker darübergeben.
- 08
Goldbraun backen
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Weckmänner auf mittlerer Schiene 15–18 Minuten backen und herausnehmen, sobald sie goldbraun sind.

Die Figuren aus dem Ofen nehmen, sobald sie gleichmäßig goldbraun sind.
Der Teig darf weich bleiben. Zu viel zusätzliches Mehl macht Weckmänner trocken und kompakt statt fluffig.
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Diese Hinweise helfen bei Zutaten, Konsistenz und Vorbereitung.
Worauf es bei den Zutaten ankommt
- Mehl
- Type 550 eignet sich besonders gut für lockeren Hefeteig, Type 405 funktioniert ebenfalls. Zusätzliches Mehl nur esslöffelweise und nur bei stark klebrigem Teig ergänzen.
- Milch
- Die Milch soll sich angenehm lauwarm anfühlen, aber nicht heiß sein. Zu hohe Temperatur kann die Hefe beeinträchtigen.
- Hefe
- Trockenhefe und frische Hefe funktionieren beide. Das kurze Aktivieren in Milch und Zucker zeigt, ob die Hefe arbeitet.
- Rosinen
- Für Augen und Knöpfe gut in den Teig drücken. Optional 60–80 g Rosinen erst gegen Ende der Knetzeit in den Teig einarbeiten.
So gelingt es
- Teig weich lassen
- Ein sehr fester Teig enthält weniger Feuchtigkeit und ergibt dichteres Gebäck. Zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden.
- Ausreichend gehen lassen
- Zu kurze Gehzeiten führen zu kompakteren Figuren. Beide Gehphasen nach dem Volumen des Teigs beurteilen.
- Nicht zu lange backen
- Hefegebäck trocknet schnell aus. Goldbraun reicht; warte nicht, bis die Oberfläche dunkel wird.
- Locker abdecken
- Für besonders weiche Weckmänner die noch leicht warmen Figuren beim Abkühlen locker mit einem sauberen Küchentuch bedecken.
Varianten
- Mit Rosinen im Teig
- 60–80 g Rosinen gegen Ende der Knetzeit gleichmäßig einarbeiten.
- Ohne Rosinen
- Rosinen weglassen oder Schokoladenstückchen erst nach dem Backen als Augen und Knöpfe anbringen.
- Mit Hagelzucker
- Nach dem Bestreichen Hagelzucker aufstreuen; er bleibt beim Backen sichtbar.
- Teig über Nacht
- Den Teig mit etwas weniger Hefe abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen, am nächsten Tag temperieren und formen.
Aufbewahren
Weckmänner schmecken am Backtag am besten. Vollständig ausgekühlt und luftdicht verpackt halten sie 1–2 Tage und werden durch kurzes Erwärmen wieder weicher. Zum Einfrieren die ausgekühlten Figuren einzeln verpacken oder mit Backpapier trennen, bei Raumtemperatur auftauen und kurz erwärmen.
Allgemeine Hinweise zur sicheren Lagerung: Bundeszentrum für Ernährung ↗
Gut zu wissen.
Wann isst man Weckmann?
Weckmänner werden besonders rund um St. Martin im November gebacken und gegessen.
Wie wird Weckmann weich und fluffig?
Nicht zu viel Mehl verwenden, den Teig ausreichend gehen lassen und die Figuren nur bis zur goldbraunen Farbe backen.
Welche Hefe kann ich verwenden?
Sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe funktionieren.
Muss man Weckmann mit Rosinen machen?
Nein. Die Rosinen dienen hauptsächlich zur Dekoration und können weggelassen werden.
Warum ist mein Weckmann trocken?
Meist war der Teig zu fest oder die Figuren waren zu lange im Ofen.
Kann man Weckmann einfrieren?
Ja. Vollständig ausgekühlt lässt sich Weckmann gut einfrieren.


