HERBSTREZEPTE · WECKMANN

Weckmann Rezept: fluffiger Hefeteig für St. Martin

Praktisch getestet: Zutatenmengen, Zubereitung, Garzeit und Portionen wurden von der Alltagsteller Redaktion geprüft. So testen wir unsere Rezepte.

Dieses Weckmann Rezept wird mit einem weichen Hefeteig gebacken und bleibt schön fluffig. Mit Tipps für Form, Gehzeit und goldbraune Oberfläche.

43 Min. aktivAktiv · plus Gehzeitca. 6 StückMengeEinfachSchwierigkeit
Fluffige Weckmänner für St. Martin mit Rosinen auf einem modernen Teller

Ein Weckmann gehört für viele rund um St. Martin einfach dazu. Das süße Hefegebäck wird aus einem weichen, leicht süßen Teig geformt und traditionell mit Rosinen verziert.

Je nach Region heißt die Figur auch Stutenkerl, Martinsmann oder Martinsweck. Entscheidend ist ein weicher, elastischer Hefeteig: Verwende nicht unnötig viel Mehl und gib ihm genügend Zeit zum Gehen, damit das Gebäck fluffig statt trocken wird.

Noch ein weiches Hefegebäck sind unsere fluffigen Zimtschnecken .

Für die Adventszeit passt außerdem das weiche Lebkuchen-Rezept .

Ein warmes saisonales Dessert ist der Bratapfel mit Marzipan .

SCHRITT FÜR SCHRITT

So einfach geht’s.

  1. 01

    Hefe aktivieren

    Lauwarme Milch mit Zucker und Hefe verrühren und 5–10 Minuten stehen lassen.

  2. 02

    Zutaten vermischen

    Mehl, Ei, weiche Butter, Salz und Vanille in eine Schüssel geben. Hefemilch dazugießen.

    Zutaten für Weckmann-Hefeteig
    Lauwarme Milch, Hefe, Mehl, Butter und Ei bilden die Grundlage für den weichen Teig.
  3. 03

    Teig gründlich kneten

    Mit Knethaken 8–10 Minuten zu einem weichen, glatten und elastischen Teig kneten. Er darf minimal klebrig bleiben; nicht sofort weiteres Mehl einarbeiten.

  4. 04

    Erste Gehzeit

    Teig zur Kugel formen, abgedeckt an einem warmen Ort 60–90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

    Aufgegangener weicher Hefeteig für Weckmann
    Nach der ersten Gehzeit soll sich das Teigvolumen deutlich vergrößert haben.
  5. 05

    Figuren formen

    Teig nur kurz zusammenfalten und in sechs Portionen teilen. Jede Portion zu einer länglichen Rolle formen und oben einen Kopf abteilen oder eine kleine Kugel ansetzen.

  6. 06

    Arme, Beine und Gesicht gestalten

    Unten mittig einen Schnitt für die Beine und seitlich kurze Schnitte für die Arme setzen. Rosinen als Augen und Knöpfe gut eindrücken.

    Handgeformte Weckmänner vor dem Backen
    Arme und Beine einschneiden und Rosinen gut in den Teig drücken.
  7. 07

    Zweite Gehzeit und Bestreichen

    Figuren abgedeckt 20–30 Minuten gehen lassen. Eigelb mit Milch verrühren, vorsichtig aufstreichen und optional Hagelzucker darübergeben.

  8. 08

    Goldbraun backen

    Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Weckmänner auf mittlerer Schiene 15–18 Minuten backen und herausnehmen, sobald sie goldbraun sind.

    Frisch gebackene fluffige Weckmänner
    Die Figuren aus dem Ofen nehmen, sobald sie gleichmäßig goldbraun sind.
Das Wichtigste

Der Teig darf weich bleiben. Zu viel zusätzliches Mehl macht Weckmänner trocken und kompakt statt fluffig.

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GUT ZU WISSEN

Die kleinen Details.

Diese Hinweise helfen bei Zutaten, Konsistenz und Vorbereitung.

Worauf es bei den Zutaten ankommt

Mehl
Type 550 eignet sich besonders gut für lockeren Hefeteig, Type 405 funktioniert ebenfalls. Zusätzliches Mehl nur esslöffelweise und nur bei stark klebrigem Teig ergänzen.
Milch
Die Milch soll sich angenehm lauwarm anfühlen, aber nicht heiß sein. Zu hohe Temperatur kann die Hefe beeinträchtigen.
Hefe
Trockenhefe und frische Hefe funktionieren beide. Das kurze Aktivieren in Milch und Zucker zeigt, ob die Hefe arbeitet.
Rosinen
Für Augen und Knöpfe gut in den Teig drücken. Optional 60–80 g Rosinen erst gegen Ende der Knetzeit in den Teig einarbeiten.

So gelingt es

Teig weich lassen
Ein sehr fester Teig enthält weniger Feuchtigkeit und ergibt dichteres Gebäck. Zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden.
Ausreichend gehen lassen
Zu kurze Gehzeiten führen zu kompakteren Figuren. Beide Gehphasen nach dem Volumen des Teigs beurteilen.
Nicht zu lange backen
Hefegebäck trocknet schnell aus. Goldbraun reicht; warte nicht, bis die Oberfläche dunkel wird.
Locker abdecken
Für besonders weiche Weckmänner die noch leicht warmen Figuren beim Abkühlen locker mit einem sauberen Küchentuch bedecken.

Varianten

Mit Rosinen im Teig
60–80 g Rosinen gegen Ende der Knetzeit gleichmäßig einarbeiten.
Ohne Rosinen
Rosinen weglassen oder Schokoladenstückchen erst nach dem Backen als Augen und Knöpfe anbringen.
Mit Hagelzucker
Nach dem Bestreichen Hagelzucker aufstreuen; er bleibt beim Backen sichtbar.
Teig über Nacht
Den Teig mit etwas weniger Hefe abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen, am nächsten Tag temperieren und formen.

Aufbewahren

Weckmänner schmecken am Backtag am besten. Vollständig ausgekühlt und luftdicht verpackt halten sie 1–2 Tage und werden durch kurzes Erwärmen wieder weicher. Zum Einfrieren die ausgekühlten Figuren einzeln verpacken oder mit Backpapier trennen, bei Raumtemperatur auftauen und kurz erwärmen.

Allgemeine Hinweise zur sicheren Lagerung: Bundeszentrum für Ernährung ↗

HÄUFIGE FRAGEN

Gut zu wissen.

Wann isst man Weckmann?

Weckmänner werden besonders rund um St. Martin im November gebacken und gegessen.

Wie wird Weckmann weich und fluffig?

Nicht zu viel Mehl verwenden, den Teig ausreichend gehen lassen und die Figuren nur bis zur goldbraunen Farbe backen.

Welche Hefe kann ich verwenden?

Sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe funktionieren.

Muss man Weckmann mit Rosinen machen?

Nein. Die Rosinen dienen hauptsächlich zur Dekoration und können weggelassen werden.

Warum ist mein Weckmann trocken?

Meist war der Teig zu fest oder die Figuren waren zu lange im Ofen.

Kann man Weckmann einfrieren?

Ja. Vollständig ausgekühlt lässt sich Weckmann gut einfrieren.